Verstehen, was gemessen wird.
Eine Blutdruckmessung sind zwei Zahlen. Was zwischen ihnen geschieht, entscheidet darüber, was diese Zahlen wert sind.
Sechs Einstiege
Kalibrierungslogik für die mobile Blutdruckdiagnostik
Redtel widmet sich seit Jahren der professionellen mobilen Diagnostik rund um das Thema der Blutdruckmessung. Nach über 15 Jahren Arbeit in Grundlagen- und industrieller Forschung, konnte eine Kalibrierungslogik für die belastungsfreie kontinuierliche Blutdruckmessung erkannt werden. Aus einem bekannten Problem innerhalb der herkömmlichen Blutdruckmessung, wurde die Lösung für die mobile Diagnostik als Kern extrahiert. Wir wollen die Ergebnisse unserer Arbeit der vergangenen Jahre teilen. Unsere bereits bekannten und auch kommenden Arbeiten, sollen dem einfachen und weltweiten Einsatz künftig dienen. Die aufbauend weiterentwickelten Methoden von „Riva Rocci“ und „redtel“, werden neue Räume für neue Vorstellungen erschaffen. Die Neue Diagnostik, ausgehend aus dem Verständnis und Einsatz der Blutdruckschwankung zweiter Ordnung als Kalibrierungsprofil, wird die Grundlage für künftig neu zu betrachtenden medizinischen Anwendungen definieren.
Wer dahinter steht — und warum es um Normen geht
Die Kalibrierungslogik entsteht bei REDTEL. Sie beruht auf der atemgetriebenen Druckschwankung, die auf diesen Seiten beschrieben ist, und wurde gegen invasiven Aortendruck geprüft — diese Messreihe ist die Grundlage, nicht ein Prospekt.
Die Arbeit zielt auf eine Norm, nicht auf ein Patent. Ein Patent ist angreifbar, und kein kleines Unternehmen hält ein Verfahren gegen einen Konzern durch. Eine Norm dagegen gilt für alle: Sie legt fest, wie gemessen wird, welche Verfahren zugelassen sind und welche Datenqualität verlangt wird — für den Weltkonzern genauso wie für jeden anderen.
Daraus folgt eine Kalibrierungslogik für mehrere Gerätearten. Uhr, Ring, Sensorplattform und klassisches Messgerät werden vergleichbar, weil der Bezugspunkt derselbe ist — und er stammt aus der Atmung des Trägers, nicht aus einer Klinik.
Die Arbeit, auf der das hier beruht
Martin Deutges, Holger Redtel · IEEE Access 2024 · 11 Seiten
Die Arbeit zeigt, warum die klassische oszillometrische Messung mit Manschette als Referenz für die Kalibrierung kontinuierlich messender Geräte nicht ausreicht: Ihr systematischer Fehler liegt in der Größenordnung der Blutdruckschwankung zweiter Ordnung. Aus eben dieser Schwankung leitet sie zugleich die Anforderungen an eine belastungsfreie, autonome Kalibrierung ab.