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Wellness-Blutdruck darf Kranke nicht zu Gesunden erklären. HRV darf Auffälligkeit nicht mit Regulation verwechseln.

Veröffentlicht am 09.09.2026

Autor

Holger Redtel

Geschäftsführer REDTEL · Entwickler der BPER-Kalibrierungslogik

Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zum eigenen Blutdruck bitte ärztlichen Rat einholen. Offenlegung: REDTEL entwickelt und vertreibt eigene Mess- und Kalibrierungstechnik zur Blutdruckmessung.

Wellness-Blutdruck darf Kranke nicht zu Gesunden erklären. HRV darf Auffälligkeit nicht mit Regulation verwechseln.

Wellness-Blutdruck darf Kranke nicht zu Gesunden erklären. HRV darf Auffälligkeit nicht mit Regulation verwechseln.

Wir haben unserem System eine digitale Frage an 1.000 Datensätze gestellt: Welche physiologischen Auffälligkeiten lassen sich in diesen Daten automatisch erkennen? Die hier dargestellten Verläufe waren die Antwort. Sie wurden nicht von Menschen zusammengesucht, sondern vom System aus der Datenmenge herausgefiltert.

Gerade bei der HRV wird deutlich, warum das wichtig ist. HRV betrachtet die zeitliche Veränderung von Schlag zu Schlag. Das ist ein wertvolles Regulationssignal – aber zunächst eben ein Zeitsignal. Eine Veränderung der Schlagabstände sagt allein noch nicht, wodurch diese Veränderung entstanden ist. Autonome Regulation, Atmung, Belastung, Rhythmusauffälligkeiten oder einzelne abweichende Schläge können die zeitliche Struktur verändern.

Wer nur die HRV-Zahl betrachtet, kann deshalb entscheidenden Kontext verlieren.

Unsere Daten enthalten zusätzlich die Druckinformation jedes Verlaufs. Damit lässt sich nicht nur fragen: Wie verändert sich die Zeit zwischen den Schlägen? Sondern auch: Was passiert gleichzeitig mit dem Druck? Erst diese Verbindung ermöglicht eine wesentlich differenziertere Betrachtung der physiologischen Reaktion.

Genau hier berührt das Thema auch die Diskussion um Wellness-Blutdruck. Wenn auffällige Verläufe geglättet, ausgeschlossen oder in einen scheinbar normalen Ergebniswert überführt werden, entsteht ein beruhigendes Ergebnis, obwohl die zugrunde liegende Physiologie auffällig sein kann.

Die erste Aufgabe eines digitalen Systems sollte deshalb nicht sein, möglichst schöne Daten zu produzieren. Die erste Aufgabe ist, Auffälligkeiten zuverlässig zu finden. Was ein Produkt anschließend daraus macht, ist die nächste Frage.